Für Suchende

Für Eigentümer

Immobilien

Ist ein Fertighaus günstiger?

Ist ein Fertighaus günstiger?

5. Februar 2025
ein Fertighaus beleuchtet in romantischer Abendstimmung

Stellen Sie sich vor: Ein Haus, das in wenigen Monaten steht, aus präzise gefertigten Bauteilen, die wie ein Puzzle zusammengefügt werden. Fertighäuser, die früher als spießig galten, werden immer beliebter. Doch stellt sich die Frage: Ist dieser Trend gerechtfertigt? Und vor allem: Ist das Fertighaus tatsächlich die kostengünstigere Alternative?

Jede Immobilie ist besonders.

Finden Sie heraus, wie viel Ihre Immobilie wert ist.
Wir bewerten Immobilien – professionell und zeitnah.
Melden Sie sich!

Modernes Einfamilienhaus in der Abenddämmerung mit beleuchteten Fenstern – Symbolbild für Immobilienbewertung, Wertermittlung und professionelle Einschätzung des Immobilienwerts.

 

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) war im Jahr 2022 fast jedes vierte neu errichtete Einfamilienhaus ein Fertighaus. Doch auch dieses Segment bleibt nicht von den Preissteigerungen der letzten Jahre verschont, die durch Faktoren wie Zinserhöhungen, Fachkräftemangel und andere Einflüsse bedingt sind.

Welche Kosten entstehen beim Bau eines Fertighauses?

Im unteren Preissegment lagen die Kosten für ein Fertighaus 2023 bei etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter. In den mittleren Preisklassen betrugen sie rund 2.500 Euro, während für gehobene Ausstattungen noch einmal 500 Euro mehr anstanden. Wie bei so vielen Bauprojekten hängt der Preis von der individuellen Ausstattung ab, sodass die Kosten auf bis zu 4.500 bis 6.000 Euro pro Quadratmeter steigen können. Diese Summe umfasst jedoch nur die reinen Baukosten. Hinzu kommen noch Kosten für das Grundstück, die Bodenplatte, die Außenanlagen und die Baunebenkosten.

Faktoren, die den Preis beeinflussen:

Der Anbieter: Fertighaus-Anbieter unterscheiden sich stark – von standardisierten Modellen bis hin zu Premium-Anbietern, die individuell gestaltete Ökohäuser nach Kundenwunsch errichten.

Bauvorbereitungskosten: Diese variieren je nach Erschließungsgrad des Grundstücks und Umfang der Erdarbeiten.

Dachform: Das klassische Satteldach ist aufgrund des modularen Bausystems kostengünstiger, während andere Dachformen teurer sein können.

Keller oder Bodenplatte: Fertighaus-Anbieter geben Preise oft mit „ab OK“ an, also „ab Oberkante Bodenplatte“ oder „ab Oberkante Keller“. Der Standardpreis beinhaltet die Bodenplatte, für einen Keller kommen zusätzliche Kosten von etwa 35.000 bis 70.000 Euro hinzu.

Größe und Form des Hauses: Ein rechteckiges Haus ist einfacher und günstiger zu bauen als eine L-Form oder komplexere Bauarten wie Bungalows oder zweigeschossige Häuser.

Warum ein Fertighaus dennoch überzeugen kann

Ein Fertighaus bietet nicht nur die Vorteile einer schnelleren und planbaren Bauzeit, sondern auch die Sicherheit einer präzisen Kostenkalkulation. Sobald Sie sich für die Bauweise, den Ausbaustand, die Größe und Ausstattung entschieden haben, wissen Sie genau, welche Kosten auf Sie zukommen.

Ob ein Fertighaus jedoch wirklich günstiger ist als ein Massivhaus oder der Kauf einer Bestandsimmobilie, hängt von vielen Faktoren ab. Eine Beratung durch einen erfahrenen lokalen Makler kann Ihnen helfen, verschiedene Immobilienpreise sinnvoll zu vergleichen und die beste Entscheidung zu treffen.

Suchen Sie eine Immobilie oder denken darüber nach, ein Eigenheim zu beauftragen?  Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir beraten Sie gerne!

 

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © in4mal/Depositphotos.com

 

 

  • Besorgter Vermieter prüft Mahnung wegen Mietrückstand in beschädigter Wohnung I Mietnomaden
    Vermieten ohne böse Überraschungen: Diese Risiken sollten Eigentümer kennen
    Wer als privater Eigentümer vermietet, trägt auch Verantwortung und finanzielles Risiko. Bleiben Mieten aus, entstehen Schäden oder entwickelt sich das Mietverhältnis zum Dauerstreit, wird aus der Kapitalanlage schnell eine Belastung. Gerade Vermieter unterschätzen häufig, wie schnell einzelne Vorfälle laufende Einnahmen schmälern und zusätzliche Entscheidungen erforderlich machen. Umso wichtiger ist es, typische Gefahren früh zu erkennen…
  • Ein moderner Neubau und ein älteres Bestandsgebäude stehen einander gegenüber und symbolisieren die Entscheidung zwischen neuem Zuhause und bestehender Immobilie. I Neubau oder Bestandsimmobilie?
    Neubau oder bestehendes Zuhause: Was passt besser zu Ihnen?
    Wer ein Eigenheim sucht, hat die Wahl: frisch gebaut, modern und effizient – oder gewachsen, charaktervoll und oft sofort bezugsbereit. Neubau und Bestandsimmobilie bieten beide Chancen, stellen Käufer aber vor unterschiedliche Fragen zu Kosten, Aufwand und Gestaltung. Umso wichtiger ist ein klarer Blick auf das, was wirklich zum eigenen Leben, Budget und Wohngefühl passt.  …
  • Ein älteres Einfamilienhaus mit verwitterter Fassade und sanierungsbedürftigem Dach steht in einer Wohnstraße und symbolisiert die Entscheidung zwischen Modernisierung und Verkauf. I Sanierungspflicht beim Verkaufen
    Ältere Immobilie mit Sanierungsdruck – lohnt sich modernisieren?
    Die Klimavorgaben für Gebäude werden konkreter. Zwar gibt es auf EU-Ebene keine pauschale Sanierungspflicht für einzelne Hausbesitzer, doch Deutschland muss die neue Gebäuderichtlinie bis zum 29. Mai 2026 in nationales Recht überführen. Zugleich steht der Gebäudesektor wegen des deutschen Klimaziels von minus 65 Prozent bis 2030 und zuletzt wieder gestiegener Emissionen weiter unter Druck. Für…

Michael Fabian Müller

Florian Grabarek

Geschäftsführer

Kontakt

Immobilien GmbH der VR Bank Rhein-Neckar eG