Für Suchende

Für Eigentümer

Immobilien

Zahl des Monats März:          48

Zahl des Monats März:          48

11. März 2021
Depositphotos klein 53709565 sahymog xl 2015

Kürzlich veröffentlichte das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) eine Checkliste mit 48 Punkten: „Die Wohnraumoffensive und ihr Umsetzungsstand“. Anlass war eine Pressekonferenz am 23. Februar 2021, auf der die Bundesregierung eine Bilanz ihrer Maßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungsmangels seit dem sogenannten Wohngipfel im September 2018  zog. Jede einzelne der damals „versprochenen“ Maßnahmen ist in der Checkliste fein säuberlich als „gehalten“ gekennzeichnet. Ist die Wohnungsfrage also jetzt gelöst? In 48 Schritten?

Dank der aktuellen Corona-Politik in Deutschland hat man sich ja inzwischen an „Gipfel“ gewöhnt, die überaus häufig stattfinden, deren dürftige Resultate aber von der Realität schon kurz danach wieder überrollt werden. Ein Blick in die BMI-Checkliste zur Bilanz des „Wohngipfels“ weckt unangenehme Assoziationen mit diversen Corona-Beschlüssen: Das bürokratische Klein-Klein der angebotenen Lösungen will der Größe des zu lösenden Problems einfach nicht gerecht werden.

Experten scheinen sich weitgehend einig zu sein: Das Maßnahmenpaket, das 2018 großspurig unter dem Etikett „Wohnraumoffensive“ verkündet wurde,  war alles andere als ein großer Wurf. Ziel sollte es eigentlich sein, schnell mehr Wohnraum zu schaffen, Wohnungen für eine Mehrheit der Bevölkerung wieder bezahlbar zu machen und Baukosten zu senken. Einige der zu diesen Zwecken ergriffenen Maßnahmen, etwa das Baukindergeld, können durchaus als Erfolg gewertet werden. Insgesamt aber ändern auch 48 abgehakte Punkte in einer Checkliste nichts daran, dass grundlegende Probleme weiter bestehen oder sich sogar weiter verschärft haben.

Nach wie vor wird zu wenig und teilweise am Bedarf vorbei gebaut, in den Großstädten sind nicht etwa die verfügbaren Wohnungsangebote sondern die Kauf- und Mietpreise für Immobilien trotz Corona weiter gestiegen, die Bildung von Wohneigentum bleibt für eine Mehrheit der Bevölkerung unerreichbar, für den Neubau fehlt es vor allem an Bauland und die Baukosten, die im europäischen Vergleich ohnehin sehr hoch sind, steigen weiter. Aber das BMI spricht von einer „außergewöhnlich erfolgreichen Bilanz“ der Wohnraumoffensive. Zum Beweis gibt es ja die Checkliste.

 

©Foto: sahymog/depositphoto

  • Besorgter Vermieter prüft Mahnung wegen Mietrückstand in beschädigter Wohnung I Mietnomaden
    Vermieten ohne böse Überraschungen: Diese Risiken sollten Eigentümer kennen
    Wer als privater Eigentümer vermietet, trägt auch Verantwortung und finanzielles Risiko. Bleiben Mieten aus, entstehen Schäden oder entwickelt sich das Mietverhältnis zum Dauerstreit, wird aus der Kapitalanlage schnell eine Belastung. Gerade Vermieter unterschätzen häufig, wie schnell einzelne Vorfälle laufende Einnahmen schmälern und zusätzliche Entscheidungen erforderlich machen. Umso wichtiger ist es, typische Gefahren früh zu erkennen…
  • Ein moderner Neubau und ein älteres Bestandsgebäude stehen einander gegenüber und symbolisieren die Entscheidung zwischen neuem Zuhause und bestehender Immobilie. I Neubau oder Bestandsimmobilie?
    Neubau oder bestehendes Zuhause: Was passt besser zu Ihnen?
    Wer ein Eigenheim sucht, hat die Wahl: frisch gebaut, modern und effizient – oder gewachsen, charaktervoll und oft sofort bezugsbereit. Neubau und Bestandsimmobilie bieten beide Chancen, stellen Käufer aber vor unterschiedliche Fragen zu Kosten, Aufwand und Gestaltung. Umso wichtiger ist ein klarer Blick auf das, was wirklich zum eigenen Leben, Budget und Wohngefühl passt.  …
  • Ein älteres Einfamilienhaus mit verwitterter Fassade und sanierungsbedürftigem Dach steht in einer Wohnstraße und symbolisiert die Entscheidung zwischen Modernisierung und Verkauf. I Sanierungspflicht beim Verkaufen
    Ältere Immobilie mit Sanierungsdruck – lohnt sich modernisieren?
    Die Klimavorgaben für Gebäude werden konkreter. Zwar gibt es auf EU-Ebene keine pauschale Sanierungspflicht für einzelne Hausbesitzer, doch Deutschland muss die neue Gebäuderichtlinie bis zum 29. Mai 2026 in nationales Recht überführen. Zugleich steht der Gebäudesektor wegen des deutschen Klimaziels von minus 65 Prozent bis 2030 und zuletzt wieder gestiegener Emissionen weiter unter Druck. Für…

Michael Fabian Müller

Florian Grabarek

Geschäftsführer

Kontakt

Immobilien GmbH der VR Bank Rhein-Neckar eG